„press the Save button“

Sichern Sie ihr Unternehmen mit Versicherungen gegen branchentypische Risiken ab, damit Sie im Fall der Fälle nicht bei Null anfangen müssen.

MR Risiko- und Finanzmanagement unterstützt StartUp´s, kleine und mittelständische Unternehmen, Freiberufler und Selbständige. Wir bieten individuellen Versicherungsschutz für viele Berufsgruppen und alle Betriebsgrößen an. Egal ob Friseur, Unternehmensberater, Maler, Hausverwalter, Marketingfachleute oder Vereine. Bei uns finden Sie die passende Versicherungslösung.

Im folgenden möchten wir Ihnen einen kurzen Überblick über die verschiedenen Versicherungen an die Hand geben.

Die Betriebshaftpflichtversicherung

Im Grunde genommen sollte jeder Unternehmer, Handwerker und Freiberufler eine Betriebshaftpflichtversicherung haben. Denn bei jeder beruflichen Tätigkeit könnte ein Dritter verletzt oder das Eigentum eines Dritten beschädigt werden.

Die Betriebshaftpflichtversicherung deckt Personenschäden, Sachschäden sowie unechte Vermögensschäden ab. Versichert sind gesetzliche Haftpflichtansprüche privatrechtlichen Inhalts, die gegen Sie oder ihre Mitarbeiter geltend gemacht werden können. Zum Versicherungsschutz bei einer Betriebshaftpflichtversicherung gehört es auch, unberechtigte Ansprüche abzuwehren.

Beispiel Installateur: Ein Installateur bohrt versehentlich eine Wasserleitung im Haus eines Kunden an. Wasser tritt aus und verunreinigt den Teppich des Kunden. Die beschädigte Wasserleitung und den Teppich ersetzt die Betriebshaftpflichtversicherung. Nicht versichert ist jedoch der Erfüllungsschaden: also in diesem Beispiel die zusätzlichen Kosten (zum Beispiel Arbeitskosten und Fahrtkosten), die der Installateur dafür aufwenden muss, um seine vertraglich geschuldete Leistung wie vereinbart zu erbringen.

Die Berufshaftpflichtversicherung

Eine Berufshaftpflichtversicherung ist vor allem bei Berufsgruppen zu empfehlen, welche prüfend, verwaltend, vollstreckend oder beratend für andere tätig sind. Generell sollten jedoch alle Berufsgruppen, bei deren beruflicher Tätigkeit echte Vermögensschäden (auch reine Vermögensschäden genannt) auftreten können, durch eine Berufshaftpflicht abgesichert sein. Die echten Vermögensschäden stellen hier das Haupt- beziehungsweise Kernrisiko der jeweiligen Berufsgruppen dar.

Die Berufshaftpflichtversicherung sichert neben der Kerndeckung, den echten Vermögensschäden – auch Personenschäden, Sach- sowie unechte Vermögensschäden ab. Das berücksichtigt, dass Jeder (unabhängig von seiner genauen Tätigkeit) auch ein gewisses Risiko hat, Personen-, Sach- und unechte Vermögensschäden zu verursachen. Um keine Deckungslücke entstehen zu lassen, sind hier sämtliche Schadensarten versichert. Möchten Sie jedoch explizit nur echte Vermögensschäden absichern, so ist auch dies möglich, mit einer Vermögensschadenhaftpflichtversicherung.

Nicht versichert ist jedoch der Erfüllungsschaden: also in diesem Beispiel der Mehraufwand, den der IT-Dienstleister einsetzen muss, um die laut dem Software-Wartungsvertrag geschuldete Leistung zu erbringen – beispielsweise zusätzliche Arbeitskosten.

Beispiel IT-Dienstleister: Ein IT-Unternehmen hat einen Software-Wartungsvertrag mit einem anderen Unternehmen abgeschlossen. Im Zuge eines Software-Updates kommt es zu einem folgenschweren Fehler. Sämtliche firmeneigenen Daten der vergangenen Jahre werden gelöscht. Der kostenintensive Aufwand für die Wiederherstellung der Daten ist durch die Berufshaftpflichtversicherung abgedeckt.

Die Vermögensschadenhaftpflichtversicherung

Es gibt bestimmte Berufsgruppen, die gesetzlich dazu verpflichtet sind, eine Vermögensschadenhaftpflichtversicherung abzuschließen. Dazu gehören beispielsweise die verkammerten Berufe: Rechtsanwälte, Steuerberater, Notare und viele weitere. Zu empfehlen ist diese Absicherung jedoch auch allen anderen Berufsgruppen, die überwiegend prüfend, verwaltend, vollstreckend oder beratend für andere tätig sind, oder aus deren beruflicher Tätigkeit echte Vermögensschäden resultieren können.

Bei der Vermögensschadenhaftpflichtversicherung sind ausschließlich Schäden versichert, die rein finanzieller Natur sind. Man spricht hier von sogenannten echten Vermögensschaden (auch reine Vermögensschäden). Ein Beispiel für einen solchen Schaden ist eine Falschberatung, die einen finanziellen Nachteil eines Kunden zur Folge hat. Auch die Abwehr unberechtigter Ansprüche ist über die Vermögensschadenhaftpflichtversicherung abgedeckt.

Nicht versichert ist jedoch der Erfüllungsschaden, also in diesem Beispiel die ursprünglich kalkulierten Kosten.

Beispiel Eventmanager: Ein Eventplaner bestellt Programmhefte für ein Musikfestival. Wegen eines Fehlers in der Druckvorlage werden 5.000 fehlerhafte Exemplare gedruckt. Um rechtzeitig zum Festival die Programme zu haben, müssen die 5.000 Exemplare noch einmal im Expressverfahren gedruckt werden. Das verursacht deutlich höhere Kosten als ursprünglich geplant. Die Mehrkosten stellt der Veranstalter dem Eventplaner in Rechnung.

Die Geschäftsinhaltsversicherung

Die Geschäftsinhaltsversicherung versichert die eigene kaufmännische und technische Betriebsausstattung sowie eigene Waren und Vorräte, falls diese durch bestimmte Gefahren beschädigt oder komplett zerstört werden. Ersetzt werden dann die Reparaturkosten beziehungsweise der Neuwert, wenn keine Reparatur mehr möglich ist.

Die Geschäftsinhaltsversicherung ist für die meisten Betriebe ratsam oder zu empfehlen. Je höher der Wert des Inventars ist, desto wichtiger ist seine Absicherung. Grundüberlegung sollte immer sein, dass insbesondere im „Worst-Case-Szenario“ das gesamte Inventar neu angeschafft werden muss. Ohne Geschäftsinhaltsversicherung muss der Betrieb die Kosten für die Wiederanschaffung selbst tragen.

Als Faustformel gilt: Reparatur (sofern möglich) vor Neuanschaffung. Werden die Betriebseinrichtung oder die Waren und Vorräte nur beschädigt, übernimmt die Geschäftsinhaltsversicherung die Kosten für die Reparatur, um den ursprünglichen Zustand wiederherzustellen. Ist eine Reparatur jedoch nicht möglich, weil die Sache bei einem Brand komplett zerstört wurde, wird jeweils der Neuwert ersetzt.

Beispiel Schönheitssalon:

Der Wasserhahn eines Schönheitssalons hat eine defekte Dichtung. Über Nacht wird die Einrichtung des Salons unter Wasser gesetzt. Am nächsten Morgen bemerkt die Besitzerin, dass viele Teile des Inventars sowie zahlreiche Pflegeartikel nicht mehr zu gebrauchen sind.

Beispiel Büro:

Im Büro eines Wirtschaftsprüfers verursacht ein Kurzschluss an einem Drucker einen Brand. Die Feuerwehr ist schon nach kurzer Zeit an Ort und Stelle, kann jedoch nicht verhindern, dass das Großraumbüro komplett ausbrennt. Die Büroausstattung des Wirtschaftsprüfers wird komplett zerstört.

Der Firmenrechtsschutz

Der Firmenrechtsschutz (auch Firmenrechtsschutzversicherung, gewerblicher Rechtsschutz oder betriebliche Rechtsschutzversicherung genannt) deckt Kosten ab, die durch Rechtsstreitigkeiten entstehen. So werden beispielsweise Anwalts- und Prozesskosten erstattet. Voraussetzung ist, dass der Rechtsstreit durch den Geschäftsinhaber oder seine Mitarbeiter im Rahmen ihrer betrieblichen Tätigkeit ausgelöst wurde.

Ob die Kosten für einen konkreten Rechtsstreit von der Versicherung übernommen werden, hängt vom beantragten Leistungsumfang ab. Das bedeutet: Der Unternehmensinhaber hat bei Abschluss des Firmenrechtsschutzes die Möglichkeit, Versicherungsfälle in verschiedenen Bereichen einzuschließen: Das können beispielsweise Arbeit, Verkehr, Immobilien, Steuern und Strafrecht sein.

Ein Firmenrechtsschutz ist für alle Unternehmer und Freiberufler sehr empfehlenswert. Denn aus Geschäftsbeziehungen beispielsweise zu Mitarbeitern oder Vermietern kann jederzeit ein Rechtsstreit entstehen, dessen Kosten die Firma schnell in finanzielle Nöte bringt. Zudem können im Arbeitsalltag Fehler passieren, die bisweilen sogar eine Strafverfolgung nach sich ziehen. Auch ohne eigenes Verschulden kann man in eine juristische Auseinandersetzung hineingezogen werden, bei der ein guter juristischer Beistand existenzsichernd ist.

Im Allgemeinen kommt die gewerbliche Rechtsschutzversicherung für die Kosten aus allen Phasen eines Rechtsstreits auf. Dies beginnt bei einer juristischen Erstberatung, im nächsten Schritt wird in der Regel eine außergerichtliche Einigung angestrebt. Kommt es tatsächlich zum Prozess, übernimmt der Rechtsschutz für Sie die Anwalts- und Gerichtskosten. Zudem zahlt er Zeugengelder, eine mögliche Kaution als Darlehen (zum Beispiel, wenn ein Unternehmer im Ausland verhaftet wird), Sachverständigen- und Gutachterkosten.

Was ist nicht versichert? Der Vertragsrechtsschutz ist von der Firmenrechtsschutzversicherung explizit ausgeschlossen. Das bedeutet: Wenn es zu Rechtsstreitigkeiten auf Basis eines mit einem Kunden oder Lieferanten geschlossenen Vertrags kommt, deckt der Firmenrechtsschutz die Kosten nicht ab. Erfüllt beispielsweise ein Unternehmen seine vertraglich vereinbarten Leistungen nicht oder nicht vollständig und kommt es daraufhin zum Prozess, ist das der Fall.

Während die meisten Versicherer Fahrlässigkeit in Ihren Absicherungskonzepten mit abdecken, sind Taten, die ausschließlich vorsätzlich begangen werden können, im Allgemeinen ausgeschlossen (zum Beispiel Betrug und Diebstahl). Zudem besteht in der Regel kein Versicherungsschutz, wenn der Rechtsstreit seinen Ursprung vor Abschluss der Versicherung hatte. In diesem Fall gibt es gewisse Wartezeiten.

Für einige Leistungsarten der betrieblichen Rechtsschutzversicherung gibt es eine Wartezeit von bis zu drei Monaten, bis der Schutz in Kraft tritt. Dies dient dem Versicherer dazu, bereits absehbare oder geplante Rechtsstreitigkeiten vom Schutz auszunehmen. So kann die Versicherung nicht kurzfristig ausgenutzt werden. Dies dient dem Schutz der Versichertengemeinschaft. Zum Beispiel unterliegen folgende Bereiche des Firmenrechtsschutzes einer Wartezeit: Arbeitsrechtsschutz, Datenrechtsschutz oder Verwaltungsrechtsschutz.

Bei Rechtsschutzarten, die der Versicherungsnehmer nicht beeinflussen kann, gilt der Versicherungsschutz dagegen ab dem ersten Tag. Die Wartezeiten können zudem entfallen, wenn bereits vorher ein gewerblicher Rechtsschutz bestand. Voraussetzung hierfür ist ein nahtloser Übergang der beiden Versicherungen.

Arbeitsrechtsschutz

Ein Unternehmensberater entlässt eine seiner Mitarbeiterinnen fristlos, da sie sich seiner Meinung nach wiederholt Kundengelder auf ihr eigenes Konto überwiesen hat. Die Mitarbeiterin bestreitet die Vorwürfe und klagt auf Wiedereinstellung. Die Prozesskosten des darauf folgenden Rechtsstreits werden unabhängig von dessen Ausgang, vom Firmenrechtsschutz getragen.

Steuerrechtsschutz

Ein Maler hat seine Steuererklärung beim Finanzamt eingereicht. Der zuständige Sachbearbeiter stellt die Höhe der Abschreibungsbeträge infrage und fordert den Maler auf, Steuern nachzuzahlen. Da auch das innerbehördliche Widerspruchsverfahren erfolglos bleibt, wird der Rechtsweg beschritten, die Firmenrechtsschutzversicherung springt ein.

Mietrechtsschutz

Ein weiterer Fall für den Firmenrechtsschutz: Eine Friseurin erhält von ihrem Vermieter eine extrem hohe Nebenkostenabrechnung, die sich nach Prüfung als falsch herausstellt. Der Vermieter zeigt sich jedoch uneinsichtig und besteht auf die Korrektheit der Abrechnung. Daraufhin legt die Friseurin den Sachverhalt in die Hände ihres Anwalts.

Verkehrsrechtsschutz

Ein Bauunternehmer ist mit seinem Firmenwagen auf dem Weg zu einem Kunden. Dabei fährt er bei Grün über eine Ampel und stößt mit einem anderen Wagen zusammen. Der Fahrer des anderen Wagens beschuldigt ihn jedoch, bei Rot gefahren zu sein. Der Bauunternehmer sucht anwaltlichen Beistand und seine Rechtsschutzversicherung übernimmt die Kosten.